„Corona- Hygiene- Ziffer“ auch in der GOÄ?

Anders als im zahnärztlichen Bereich mit der Abrechnungsziffer 3010 analog geschehen, empfiehlt der Spitzenverband der Fachärzte Deutschlands keine entsprechende Aufnahme in die GOÄ.

In einer Stellungnahme gegenüber den Mitgliedsverbänden vom 24. April 2020 befürwortet der SpiFa, aufgrund des Mehraufwandes infolge der Corona- Pandemie vom Ermessen im Rahmen der Steigerungsfaktoren der GOÄ Gebrauch zu machen.

Im Rahmen der Ermessensausübungen spielen – so der SpiFa – die erhöhten Anforderungen an die Anamnese, Behandlung und Versorgung der Patienten, die nur zu erschwerten Bedingungen zu leisten ist, eine Rolle.

Einer Schaffung einer „Corona – Hygiene – Ziffer“ wie im zahnärztlichen Bereich auch in der Humanmedizin erteilt der SpiFa hingegen eine Absage mit dem Hinweis, eine solche Ziffer könne der PKV die Möglichkeit bieten, eine Steigerung der GOÄ- Sätze zu verhindern. Nur bei Gewährleistung der sonstigen Steigerungssätze sei eine gesonderte Gebührenziffer akzeptabel.

Letzlich dürfte die Dokumentation der besonderen Vorsichtsmaßnahmen bei der Behandlung die beste Gewähr dafür bieten, Steigerungsfaktoren anzusetzen. Sprechen Sie uns gerne an, wenn Ihnen im Rahmen Ihrer Rechnungslegung seitens Patienten oder PKV Schwierigkeiten begegnen.

(Quelle: Rundschreiben des Spitzenverbandes der Fachärzte Deutschlands vom 24. April 2020)